Dienstag, 18. August 2015

Zweifel




 Neurowissenschaftler behaupten,

das Sprachzentrum liege im Gehirn.

Das darf getrost bezweifelt werden,

denn ich kenne jede Menge Typen,

die zwar definitiv hirnlos, aber

keineswegs sprachlos sind.



© Robert F. Drago

Donnerstag, 16. Juli 2015

AUSSCHREIBUNG !

                                      

Ich erkläre diesen Blog hiermit für

"VORLÄUFIG  KOMATÖS"


Sollte kein Widerspruch erhoben werden, 

wird der Blog in 3 Monaten für 

"ENDGÜLTIG  TOT" 

erklärt. 

Der letzte Eintrag ist fast 1 Jahr alt. 


WO SIND DIE "BÖSEN DICHTER"? 

Freitag, 18. Juli 2014

Sprachmöglichkeiten nutzen



Im Allgemeinen ist man der Meinung, Sinn der Sprache sei Kommunikation. Ich behaupte aber, das ist nur ihr vordergründiger Zweck. Sicher, wir können uns austauschen, können miteinander reden. Aber will ich wirklich das dümmliche Gesabber des "netten Kollegen", das nervige Geblöke der Nachbarin, die erniedrigenden Tiraden meines Chefs hören? Soll darin der Sinn der Sprache liegen. In den meisten Fällen neigt man doch eher entweder zu Sprache 1 des Körpers, der Sexualität, oder zu dessen Sprache 2, der Gewalt. Auf den Austausch von Worthülsen gleich welcher Zunge kann der Mensch ganz gut verzichten. Und zu Erwerbs- und Versorgungszwecken kann man sich auf reinen Informationsaustausch beschränken.

Der wahre Sinn der Sprache ist auch eine Form der Kommunikation. Diese findet aber nicht bi- oder multilateral, sondern unilateral nur mit mir selbst statt. Die Sprache ist dazu da, um meinem inneren Ich, meinem Bewusstsein, die Welt schönzureden. Jetzt höre ich wieder die Stimmen, die felsenfest und stur behaupten, man müsse "ehrlich zu sich selbst" sein. Ich bitte Sie, wo steht das geschrieben? Dann kommt das Argument, man löge sich doch nur "in die eigene Tasche". Ja und! Es genügt doch, dass die Wahrheit erkennbar ist. Muss ich sie deshalb wissen wollen? Eindeutig nein. Die Realität ist schlimm genug. Und drum hat Gott uns die Sprache geschenkt, damit wir uns dieses jämmerliche Dasein sprachlich anpassen, zurechtrücken, schönreden können. Das schafft dem Herzen Ruhe. Nur seelisch nicht gefestigte Individuen kommen immer wieder auf die niederschmetternde Wahrheit zurück, bis sie eines fernen Tages an dieser zerbrechen. Und dann ist das Geheule und Gezeter wieder riesig. Ich sage nur: Selbst schuld! 

Ich habe zum Beispiel nie wieder Schreibblockaden, sondern es ist entweder schöne, freie Zeit oder gar eine Kreativpause. 

Ich kann auch nicht untergehen und vor den Trümmern meines Lebens stehen, sondern ich bin dann dabei, einen neuen Anfang zu wagen. 

Auch bin ich keineswegs ein irrer Soziopath, weil man mich doch viel vernünftiger als verhaltensoriginelles Unikum bezeichnen kann. 

Eine Bombe kann man als ein schreckliches und mörderisches Tötungsinstrument bezeichnen, aber ich finde "Bevölkerungsregulator" klingt besser. 

Sie finden, das sei zynisch? Ich würde es humorvoll nennen. Und Humor ist Geschmackssache; meiner muss Ihnen ja nicht unbedingt gefallen. 

Eine "planmäßige Reduzierung von Waffen bei gleichzeitiger Verhinderung einer Verschärfung des Welternährungsproblems" würden Sie dann vermutlich völlig phantasielos "Krieg" nennen. 

Ja, ich kann es schon hören, wie behauptet wird, ich würde die Realität leugnen. Was blanker Unsinn ist, denn wenn etwas Realität besitzt, so ist es logischerweise nicht mehr zu leugnen. Aber muss ich mir diese zerstörerische Sichtweise zueigenmachen? Ich lasse die Realität, wie sie ist, benenne sie aber um. Zu meinen Gunsten, für mein Wohlbefinden. 

Lassen Sie uns die Welt schönreden. Denn dazu ist die Sprache da. Alles andere ist selbstquälerischer Masochismus. Und das ist hart an der Grenze zur Perversion. Oder sind Sie auch eine oder einer von denen, die gerne leiden? Dann viel Spaß dabei! Aber bitte ohne mich! 

© drago 2014

Donnerstag, 6. März 2014

Eilmeldung

Ich schrei's hinaus,
Mit Saus und Braus,
Auf das es jedermann erfährt:
Die Welt wurd' für verrückt erklärt.
Von Professor Geisenstein,
Und der soll ja weise sein.
Bevor die Welt uns nun tut foppen,
Müssen wir den Wahnsinn stoppen!
Mit Regelwerk und Paragraphen,
Schnell ein wenig Ordnung schaffen.
Den Wahnsinn nun in Bahnen lenken.
Dem Chaos keine Chance schenken.
Mit Ordnung und auch Züchtigkeit,
Der Welt wird Sinn im Wahn verleiht.
Denn was die Welt nun brauchen tut,
Ist unsere menschlich Ordnungswut!

Montag, 18. November 2013

Wenn gar nichts mehr geht





© Michael Blümel


Wenn gar nichts mehr geht

Wenn gar nichts mehr geht
du schon auf dem Stuhle stehst
die Schlinge um den Hals

Dann tritt beiseit’
mach Platz
den Tüchtigen

Jetzt wird es eng
im wahrsten Sinn des Wortes
für dich

Die postmortale Darmentleerung
schöne Bescherung
für die Andern



Samstag, 19. Oktober 2013

Neuzugang


Es ist mir eine besondere Freude, unserer verehrten Leserschaft hier und heute einen Neuzugang in unserem "Kreis der bösen Dichter" vorzustellen. Ich tue dies, wie man es am Allerbesten macht, nämlich mit einem Werk, das er geschaffen hat. Zur Person sage ich weiter nichts; das mag er selbst tun. Und er tut es auf seiner Website. Ihr findet sie unter: www.fred-lang.de


Froschgelüst

Ich kannte einmal einen Frosch,
der seine Alte dann verdrosch,
wenn sie sich auf die Seite rollte.
Obwohl er etwas von ihr wollte!

Sie hatte einst als junge Frau,
sie war noch grün, vielleicht auch blau,
sich einen anderen Mann genommen.
Und war mit ihm davon geschwommen.

Er schlug sie danach grün und blau.
Ich weiß es nicht mehr so genau,
vielleicht war's eher blau als grün.
Es tat ihm wohl sich abzumüh'n.

Seitdem er nur Erfüllung findet,
wenn seine Frau sich vor ihm windet.
Für sie ist das nicht angenehm
und ausgesprochen unbequem.

Merke!
Auch Frösche haben ein Gelüst,
das man doch akzeptieren müsst.
Wer kennt sie nicht: die Illusion.
Sie wird entlarvt als Perversion!


© Fred Lang



Sonntag, 15. September 2013

Gegen Not



Nicht nur Wohnungen 
stehen leer, obwohl im Land 
akute Wohnungsnot besteht. 

Mindestens eben so schlimm 
finde ich, dass in Deutschland, 
obwohl akute Nachdenknot besteht, 
erschreckend viele "Oberstübchen" 
leerstehen, - und das seit langem. 

Wird dann einmal zum 
gemeinsamen Denken und Handeln 
aufgefordert, wird also das 
leerstehende Zentralnervengebälk 
beansprucht, dann zeigt sich 
dieser furchtbare Leerstand 
in den zumeist doch eher 
spärlich möblierten Gesichtern. 

Es muss nicht nur Denkraum 
geschaffen werden, sondern heute 
schon vorhandener, nicht genutzter 
und leerstehender Denkraum 
muss seiner bestimmungsgemäßen 
Nutzung zugeführt, und der 
mißbräuchlich vorsätzliche Leerstand 
 unter Strafe gestellt werden.